Cool bleiben: 6 Tipps für Fortbildung im Hochsommer

04. August 2016

Hier in Europa haben wir es gut: Wir sitzen auf Jahrtausenden an Kultur, denn unsere noblen Vorfahren hatten einen ausgezeichneten Geschmack wenn es um ihre Behausungen ging. Zumindest in Wien reihen sich die Paläste nur so aneinander. Wer seinen Kongressbesuchern etwas ganz Besonderes bieten möchte, entscheidet sich nicht selten für ein Palais oder sogar ein Schloss als Veranstaltungsort.

Die altehrwürdigen Gemäuer haben allerdings einen Nachteil: Aus Denkmalschutzgründen lassen sich Klimaanlagen nur schwer einbauen. Zwar verliert sich, wenn man Glück hat, die Hitze etwas in den hohen Hallen, wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen, hilft auch die luftigste Architektur nicht viel. Wir haben für Sie Jahre an Erfahrung im Hitzemanagement gesammelt und verraten Ihnen, wie Sie die Gehirne Ihrer Teilnehmer auch bei hohen Temperaturen empfänglich für Fortbildung machen können.


1.    Fenster auf

Bestimmt wären Sie selbst auf die Idee gekommen, der Klassiker unter den Notlösungen soll hier aber dennoch nicht unerwähnt bleiben. Erstens sorgen offene Fenster für eine kleine Brise und zweitens kommt dadurch wirklich frische und nicht recycelte Luft in den Raum, was unter anderem die Konzentration fördert und den Kreislauf ankurbelt. Erkundigen Sie sich vorher im Tagungshaus, ob, wie und von wem die Fenster geöffnet werden dürfen, denn oft gibt es dafür eigens zuständige Personen. Natürlich muss diese Option immer mit eventuellen Lärmbelästigungen in der Umgebung abgeglichen werden. Eine gute Zwischenlösung ist es, in den Kaffeepausen durchzulüften, wenn der Geräuschpegel ohnehin etwas höher ist.


2.    Mobile Klimaanlage

So wie es für den Winter Heizstrahler gibt, gibt es auch mobile Kühlgeräte für den Sommer. Sie sind tragbar und das Einzige, was man dafür braucht, ist eine Steckdose. Damit lassen sich vor allem kleinere Räume gut kühl halten. Viele Tagungshäuser ohne eingebaute Klimaanlage haben bereits einen kleinen Vorrat solcher Geräte, alternativ kann man sie auch anmieten.


3.    Fächer to go

Die Temperatur lässt sich doch am besten manuell und individuell steuern. Deswegen haben wir auf allen unseren Sommerkongressen immer ein paar Fächer mit dabei, die wir gratis an die Teilnehmer ausgeben. Die Fächer gibt es je nach Anfertigung schon um kleines Geld und sie haben den Vorteil, dass man sie wiederverwenden und überallhin mitnehmen kann. Außerdem können sie mit Logos oder witzigen Botschaften bedruckt werden, um Ihre Organisation oder Ihren Kongress zusätzlich in Szene zu setzen. So können sich Ihre Besucher diskret und elegant abkühlen und nehmen zusätzlich noch ein Andenken mit nach Hause.


4.    Cool Biz

Der Begriff „Cool Biz“ kommt aus dem japanischen Geschäftsleben und wurde eigens erfunden, um Kosten für Klimatisierung zu sparen. Während der Sommermonate ist es japanischen Angestellten erlaubt, auf Anzug und Krawatte zu verzichten und in kurzen Ärmeln im Büro zu erscheinen. Tun Sie es ihnen gleich, lassen Sie den schweren Nadelstreif besser zu Hause und ermuntern Sie Ihre Teilnehmer, dasselbe zu tun. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich sommerlich und dennoch seriös zu kleiden.


5.    Bleiben Sie hydriert

Wenn es heiß ist, schwitzt man und wenn man schwitzt, verliert man Flüssigkeit. Daher ist es besonders wichtig, viel und regelmäßig Wasser zu trinken – auch auf Kongressen. Mieten Sie sich zum Beispiel ein paar Wasserspender, die Sie in strategischen Abständen im Tagungshaus positionieren und wo die Teilnehmer sich kostenlos Trinkwasser selbst zapfen können. Die Wasserspender lassen sich oft mit Logos und Texten personalisieren, was zur weiteren Verbreitung Ihres Kongress- oder Firmennamens führt.


6.    Wenn nötig, Sonne aussperren

Wenn Sonnenlicht auf eine Fensterscheibe trifft, entsteht ein Treibhauseffekt, der dafür sorgt, dass sich das Innere eines Gebäudes aufheizt. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, können Sie die Räume abdunkeln, sodass die sengenden Strahlen Sie gar nicht erst erreichen. Leider ist Dunkelheit oft nicht gut für die Stimmung – zumindest wenn draußen sommerliche Wärme herrscht. Am besten eignet sich diese Strategie wenn der Raum wegen einer Präsentation ohnehin abgedunkelt werden muss oder für Zeiten vor und zwischen Vorträgen.


Wie Sie sehen, müssen Sie auch im Sommer nicht auf eine gelungene Tagung verzichten. Mit ein paar Tricks und gut platzierten Maßnahmen sind Sie trotz hohen Temperaturen der coolste Veranstalter.